Da EA mittlerweile ein beachtliches Portfolio an renomierten Spieleentwicklern wie Pandemic, BioWare und Phenomic um sich geschart hat, wurde die Pressekonferenz des Publishers ebenso heiß erwartet wie die der "großen 3". Wir haben uns die Show angeschaut und zeigen euch die vielverprechensten Titel.
Dead Space
Vom vielversprechende Sci-Fi Horrorgame bekam die Audienz eine live gespielte Demo zu sehen, die eines der zentralen Spielelemente veranschaulichte: Strategic Dismemberment. Jeder Gegner im Spiel wird nur durch die gezielte Amputation diverser Körperteile via zweckentfremdeter Bergbauwerkzeuge zu stoppen sein. Diese Feature macht jeden Kampf zur taktischen Herausforderung und lässt das Adrenalin noch ein mal nach oben schnellen. Das wäre zwar nicht nötig, da die Atmosphäre, die stark an Filme, wie Event Horizon oder Alien erinnert, ohnehin schon absolut dicht ist.
Auch abseits der Alienkämpfe lassen sich einige coole Ideen wiederfinden: Das Spiel kommt komplett ohne direktes HUD aus. Die Lebensanzeige befindet sich auf dem Rücken des Anzugs von Isaac Clark. Um Gegenstände auszuwählen öffnet sich vor dem Spieler ein holographisches Inventar, dass nicht nur verdammt schick aussieht, sondern die Spannung auch weiter erhöht, da das Spiel nicht pausiert, während ihr Gegenstände wählt.
Multiplayerfans werden bei dem Spiel allerdings leer ausgehen, das ist aber zu verkraften.
Left 4 Dead
Denn mit Left 4 Dead von Valve hat EA noch ein weiteres Horrorspiel in petto, dass voll auf die Mehrspielerkarte setzt. Gabe Newell und sein Team, dass schon Multiplayerhits, wie Team Fortress 2 oder Counterstrike programmierte lassen euch entweder zu viert im Koop-Modus auf Zombiehatz gehen oder auch gegeneinander Antreten.
Im kooperativen Spiel passt sich das Spiel eurer Spielweise an: Seid ihr gerade so verwundet und mit wenig Munition bis zum Finale gekommen, werden nur einige Zombies auf euch losstürmen. Ihr habt die Mission zwar geschafft, aber das richtig große Ende entgeht euch. Wer nämlich ohne größere Probleme bis zum Ende kommt, muss sich zwar gegen eine wesentlich größere Horde Untoter zur Wehr setzen, bekommt aber auch eine spektakuläre Endsequenz mit explodierender Tankstelle zu sehen.
Wie der Versus-Mode genau aussieht wurde nicht gezeigt, allerdings kann man von Valve nicht weniger als absolute Perfektion erwarten.
Rage
Außer Valve hat sich noch ein anderes legendäres Team EA angeschlossen: id-Software. Entwicklerguru John Carmack - weltberühmt durch Wolfenstein, Doom und Quake - stellte den neusten Spross des Studios vor. Rage soll coole Charaktäre, Waffen und Autos bieten. Der Trailer vermittelt dann auch eine coole Mad Max-Atmosphäre und zeigt in alter id-Manier groteske Gestalten und Waffen. Ein Multiplayer-Modus ist zu erwarten, allerdings sind weiter Details wohl erst auf der QuakeCon Ende Juli zu erwarten.
Mirror's Edge
Doch EA beschränkt sich nicht nur auf Blut und Gedärm. Beim schwedischen Entwicklerstudio DICE (Battlefield-Serie) arbeitet man derzeit an Mirror's Edge, das auf der Pressekonferenz live zu sehen war. Im Spiel gilt es die Heldin Faith durch Großstädte über Hochhausdächer als Kurier zu geleiten. Mit coole Pacour-Bewegungen bewegt sich die Heldin geschmeidig durch die Levels. Auf Schusswaffen wird dabei verzichtet. Ihr könnt eure Gegner zwar entwaffnen, allerdings wird es auch möglich sein, das Spiel ohne einen einzigen Schuss durchzuspielen. Ob es einen Multiplayer geben wird, ist ungewiss. Das Spiel könnte aber einer der Geheimtipps der Messe werden.
NBA LIVE 09
Kein Jahr ohne Sportupdates. Peter Moore, der im letzten Jahr noch für Microsoft arbeitete und mit seinem GTA IV-Tattoo für Aufsehen sorgte, präsentierte die aktuelle Version der NBA-Reihe. Dieses Jahr stehen Zahlen und Statistiken im Focus. Endlose Zahlenfolgen erwarten euch allerdings nicht. Das Spiel wird via Xbox-LIVE jeden Tag mit den aktuellen Messdaten aller NBA-Spieler gefüttert, so dass ein schlecht trainierter Shaq auch im virtuellen Leben kein Land sieht. Dieses "DNA" genannte Feature bezieht auch Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Bewegungen und die aktuelle Mannschaftsleistung mit ein.
Rupture
Doch EA hat online noch viel mehr vor. Demnächst soll es möglich sein, sich ein eigenes Profil zu erstellen, dass -ähnlich den Gamertags bei Xbox-LIVE- eure Erfolge, Statistiken und Spiele festhält. Durch die Statistiken soll vor Allem das Matchmaking verbessert werden.
Auf der Community-Plattform Rupture soll es dann auch möglich sein seinen Freunden Aufgaben zu stellen und zu wetten, ob sie es schaffen oder nicht. Je nach Schwierigkeitsgrad soll es dafür unterschiedliche Belohnungen geben. Das System befindet sich derzeit im geschlossenen Beta-Statdium.